Management as a Service (MaaS)

Es gibt derzeit einen starken Trend alles als Service anzubieten. Den ersten Kontakt mit der Bewegung hatte ich mit Software as a Service (SaaS). Sie beschreibt, dass Businesslogik als Dienst angeboten wird. Man bietet üblicherweise eine von Menschen bedienbare Oberfläche an, genauso gut können aber auch “Andere” auf den Dienst zugreifen und so die Businesslogik benutzen. Beispiel Facebook: Natürlich gibt es die offizielle Webseite, aber jeder kann seine eigene Webseite, App, usw. dafür schreiben!

Ich habe gerade in meinem Informatik Studium das Themengebiet Unternehmensführung. Es wurde analysiert welche Aufgaben eine Führungskraft eigentlich hat, wie sie agieren sollte und welche Probleme in Zukunft auf den Personenkreis zu kommen wird. Als Quintessenz wurde herausgearbeitet, dass im Zuge der demografischen Entwicklungen viele neue Probleme entstehen werden. Außerdem ist der hierarchische Ansatz auf lange Sicht tot und der kooperative Führungsstil ist ohnehin viel effektiver. Man muss in Zukunft die aktuellen Strukturen in Management evtl. komplett neu denken.

Es wurde zwar nicht explizit erwähnt, aber für mich hat sich somit nur eine Chance ergeben: Das Management stellt seinen Kunden – den Mitarbeitern! – seine Dienste zur Verfügung. Mitarbeiter sind ohnehin nach Kunden bereits das wichtigste Gut in einem Unternehmen und werden immer wichtiger. Warum sollte das an der Grenze zu dem Hoheitsgebiet des Management halt machen? Das Management muss die Mitarbeiter befähigen ihre Arbeit hervorragend zu erledigen. Das ist bereits ein Dienst den die Führungskräfte ihren Mitarbeitern anbieten. Warum sollte die Visions-/Zukunfts-/Zielentwicklung nicht auch als Dienst gesehen werden? Die Mitarbeiter entscheiden selbst wo die Reise hingehen soll. Die Führungskraft muss dann dafür sorgen, dass die Mitarbeiter alle relevanten Informationen zur Verfügung haben (sollten Sie bereits ohnehin!), kann evtl. Vorschläge und Rahmenbedingungen vorgeben, lässt sich aber die Entscheidung abnehmen.

Ich denke das hätte einen unglaublichen Motivations- und Produktivitätsschub zur Folge. Da die Mitarbeiter zum einen ganz sicher eine Vision haben und diese Vision für sich selbst erfüllen. Aktuell ist es ehr so: Irgendwelche Stakeholder (die die Mitarbeiter persönlich eventuell gar nicht kennen) entwickeln eine Vision, übermitteln sie über Mittelsmänner zu den Arbeitern und diese setzen die Vision dann “für” den Stakeholder um.

Vorraussetzung sind natürlich kleine, bereits sehr agile, funktionierende Teams.
Ein Problem habe ich noch nicht gelöst: Was ist mit längerfristigen strategischen Visionen? Ich denke, diese sollten auch noch in Zukunft vom (Spitzen)management entschieden werden. Diese müssen sich natürlich irgendwie mit den kurzfristigen Entscheidungen der Teams vereinbaren lassen. Vielleicht ergibt sich eine Problemlösung aber ganz automatisch durch eine Unternehmensübergreifende Sicht auf die Zukunft…

Es gibt übrigens bereits einiges an Literatur zu dem Thema. Ich denke ich werde mich da mal etwas schlau machen…

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